Hochbetrieb im St. Bonifatius Hospital Lingen
Weiterhin viele Knochenbrüche aufgrund der Witterung
Lingen. Andrang vor der neuen Notaufnahme des St. Bonifatius Hospitals. Wieder fahren zwei Rettungswagen vor. Eis und Schneeglätte bescheren den Ärzten im St. Bonifatius Hospital Lingen weiterhin jede Menge Arbeit. Zahlreiche Patienten teils schwer mehrfach verletzt, vorwiegend jedoch mit Knochenbrüchen wie Handgelenkbrüchen aber auch Arm- und Beinfrakturen müssen zusätzlich versorgt werden. Dr. Thomas Schulte-Huxel, Chefarzt der Unfallchirurgie, betont: „Wir sind eigentlich voll belegt, haben aber schnell und flexibel zum Wohle der Notfallpatienten auf die Situation reagiert.“
Für die stationär aufzunehmenden Notfälle wurde bereits am Donnerstag ad hoc eine neue Station mit über 12 Betten in Betrieb genommen. „Unfallchirurgische Patienten müssen darüber hinaus auf alle anderen Stationen verteilt werden!“, erläutert Pflegdirektor Ludwig Kerschbaum, „Die meisten Patienten reagieren mit großem Verständnis auf die Zusammenlegungen – Fallen kann bei diesem Wetter schließlich jeder.“
Auch die unfallchirurgische OP-Kapazität wurde ausgeweitet, am Samstag wird über reine Notfallpatienten hinaus operiert und ein weiterer unfallchirurgischer Rufdienst ist eingerichtet worden. Ruhig stellt Schulte-Huxel fest: „Wir sind gewappnet für weitere Patienten – insbesondere auch im Hinblick auf den Rosenmontag.“ Erfahrungsgemäß ist an diesem Tag schon bei normalen Februarwetter viel los in der Notaufnahme – zusammen mit den derzeitigen Straßenverhältnissen ist mit einer überdurchschnittlichen Steigerung von zu versorgenden Notfallpatienten zu rechnen. Kerschbaum ergänzt: „Das Pflegepersonal auf den Stationen, das OP-Personal und natürlich die Mitarbeiter der Zentralen Notaufnahme sind und werden weiterhin in Sonderschichten arbeiten.“



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