Drillinge heute aus dem St. Bonifatius Hospital entlassen
Eltern danken dem Team des Perinatalzentrums Level 1

Auf dem Foto von links: Pädiatrische Oberärztin Susanne Thönnißen, Narin Tokcan mit Eliz und Altan, Bülent Tokcan mit Berkan, der fünfjährige Göktan, Chefarzt Dr. Manfred Johnscher und Oberärztin Martina Willmann, beide Gynäkologie und Geburtshilfe
Lingen. Die Drillinge, Eliz und ihre Brüder Altan und Berkan, geboren am 15. Januar 2010 im St. Bonifatius Hospital Lingen, werden heute nach Hause entlassen. Die Eltern Bülent und Narin Tokcan aus Lingen dankten Chefarzt Dr. Manfred Johnscher und Oberärztin Martina Willmann, die sie während der gesamten Schwangerschaft und der Geburt betreut haben. Für die Eltern stand fest. "Schon unser erster Sohn, der fünfjährige Göktan, ist im St. Bonifatius Hospital zur Welt gekommen. Als wir dann erfuhren, dass wir Drillinge erwarten, war klar, die Geburt wird wieder im St. Bonifatius Hospital sein. Große Sicherheit gab uns, dass es hier das Perintalzentrum Level 1 gibt."
Die Babys kamen in der 33. Schwangerschaftswoche mit Geburtsgewichten von 1400, 1490 und 1810 Gramm zur Welt und wurden zu ihrer weiteren Entwicklung noch auf der Frühgeborenenstation der Kinderheilkunde betreut. Oberärztin Susanne Thönnißen freut sich mit den Eltern: "Die Drillinge haben sich sehr gut entwickelt und können heute nach Hause."
Zuhause wird die jetzt 6-köpfige Familie vom Bunten Kreis des St. Bonifatius Hospitals Lingen weiterhin unterstützt. Der Stolze Vater macht schon Zukunftspläne: "Wir werden wohl den Dachboden unseres Hauses ausbauen müssen."
vgl. hierzu auch Artikel in der Lingener Tagespost vom 25.02.2010
Zur Sache:
Perinatalzentrum Level 1 des St. Bonifatius Hospitals
St. Bonifatius Hospital bietet höchste Versorgungsstufe
Die meisten Schwangerschaften verlaufen komplikationslos. Mutter und Kind geht es sehr gut und die Eltern können ohne Sorge der Geburt des Kindes entgegensehen. Manchmal aber brauchen Mutter und Kind vor, während oder auch nach der Geburt besondere medizinische Versorgung. Etwa weil eine Frühgeburt droht, Zwillinge oder Drillinge erwartet werden, bzw. Mutter oder Kind erkrankt sind. Die richtige Adresse ist dann eine als Perinatalzentrum anerkannte Klinik.
Leistungsfähiges Zentrum
Für Geburtskliniken gelten seit 2006 strenge Regelungen. Eine Stufeneinteilung von 1 bis 4 legt die Ausstattung, Kompetenz des Fachpersonals und die medizinischen Leistungen fest. So bleiben Hochrisikogeburten den Perinatalzentren der höchsten Leistungsstufe (Level 1) vorbehalten, in denen Jährlich mindestens 1.000 Geburten der Geburtsklinik und der Neonatologie gemeinsam betreut werden. Diese Zentren, wie das des St. Bonifatius Hospitals unter Leitung von Dr. Hartmut Ebbecke, sind für Kinder mit höchstem Risiko gedacht. Dazu zählen etwa Frühgeborene, die vor der 29. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen und voraussichtlich unter 1000 Gramm wiegen. Auch wenn Zwillinge oder Drillinge erwartet werden, sollte die werdende Mutter ein Perinatalzentrum aufsuchen. Aber auch Frauen mit Erkrankungen, z.B. Infektionen die das Kind bedrohen oder Immunerkrankungen, werden in einer Klinik mit Level I sicher betreut.
Zusammenarbeit beginnt vor der Geburt
Jede Schwangere sollte schon frühzeitig mit Ihrer/m Gynäkologin/en die Wahl der geeigneten Klinik besprechen. Insbesondere in Risikofällen sollte man immer auf Nummer sicher gehen und ein Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe wählen. Das Perinatalzentrum Level 1 im Bonifatius Hospital bietet den Eltern umfassende Informationen. Bei drohender Frühgeburt finden Pränatalsprechstunden (Aufklärungsgespräche mit Geburtshelfern, Hebammen und Neonatologen) statt. Ein Besuch der Kinderintensivstation ist nach Absprache ebenfalls möglich. Eltern werden so auf die Geburt und die anschließende Behandlung ihres Kindes vorbereitet. Wenn es dann soweit ist, kennen Eltern die Umgebung und fühlen sich in dieser für Sie oft schweren Zeit sicherer und vertrauter.
Mehr als nur High-Tech Medizin
Die individuelle Betreuung der Eltern und des Kindes liegt allen Mitarbeitern des Perinatalzentrums sehr am Herzen. Eine examinierte Laktationsberaterin unterstützt die Mutter bei Stillproblemen. Sobald medizinisch vertretbar werden die Eltern in die Pflege des Kindes eingebunden und gewinnen so die nötige Sicherheit im Umgang mit ihrem Kind, um es später ohne Angst zuhause zu versorgen.
Durch das Angebot eines Begleitzimmers und das Vorhalten eines Apartments ist es den Eltern möglich auch nach der Entlassung der Mutter bei ihrem Kind zu bleiben.
Betreuung endet nicht an der Kliniktür
Die Überleitung in die häusliche Versorgung wird durch den Bunten Kreis begleitet. In der Selbsthilfegruppe „Frühstarter“ haben sich viele Familien zusammengeschlossen, um Kontakt zu halten und sich bei Problemen zu unterstützen.



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